Land der Täler:
Das andere Mühlviertel

 

 
    In "Das andere Mühlviertel" zeichnet Niki List über vier Jahreszeiten hinweg die eigenständige Entwicklung dieser Region nach - zwischen biologischer Landwirtschaft, Schafzucht und Kunstgewerbe in kleinen, überschaubaren Einheiten.

Das Mühlviertel: Randzone, karges Bauernland, Problemgebiet, aber auch ein Landstrich, in dem die Bevölkerung sich und ihre spezifischen Qualitäten und Möglichkeiten kennen und nutzen lernt. "Das andere Mühlviertel" ist - wie schon die vorangegangenen Ausgaben von "Land der Täler" - eine unkonventionelle Dokumentation ohne Off-Kommentare, die Mühlviertler erzählen selbst über sich und ihr Leben.

Man sagt den Einheimischen stille Bockigkeit nach, eine Dickschädeligkeit, die sich nicht lautstark darstellt, aber immer präsent ist. Über Jahrhunderte war der kleine Landstrich ein Spielball der Machtinteressen. Heere und Völkerströme zogen durch das Mühlviertel, einmal waren die Mühlviertler Untertanen der Habsburger, dann wieder der Bayern. Dennoch bewahrten sich die Bewohner dieser Region ihre Identität.

Der Aufschwung der Industrie in den sechziger Jahren lockte die Jugend in die Ballungsräume. Pendeln ist nach wie vor der Alltag vieler Mühlviertler, aber man beginnt sich zu besinnen: auf die Schönheit der engeren Heimat, auf die Nutzung der alten Handwerkstraditionen und der regionalen Rohstoffe.

Die Menschen, die in "Das andere Mühlviertel" porträtiert werden, sind die, die nicht wegwollen, die, die Kräfte der Region mobilisieren, um ihr ein neues Gesicht und eine neue Zukunft zu geben. Zwischen biologischer Landwirtschaft, Schafzucht und Kunstgewerbe spinnt sich ein weitverzweigtes Netz unterschiedlicher Initiativen.
Regie:
Niki List

Drehbuch:
Niki List

Kamera:
Peter Roehsler

Schnitt:
Niki List