Land der Täler:
Das Lesachtal

 

 
    Das Zusammenspiel von Mensch und Natur ist im Lesachtal noch nicht aus dem Takt geraten. Veränderungen kommen langsam und fügen sich in den Lauf des Lebens ein. Dieses abgelegene und nicht ganz einfach zu erreichende Tal ist voll von landschaftlichen, historischen und architektonischen Kleinodien, die es wert sind, entdeckt zu werden.

In mancher Hinsicht ist das Lesachtal ein Museum, das jedem offensteht, der einen Blick dafür hat. So gibt es in Liesing im Lesachtal eine Gemischtwarenhandlung, die das Schmuckstück eines jeden Museums sein könnte, weil seit Jahrzehnten nichts daran verändert wurde.

Aigen im Lesachtal ist das letzte Dorf in Kärnten, in das noch keine Straße führt, und das nur über einen Fußweg oder von St. Jakob auf der Sonnseite des Tals aus über eine Materialseilbahn erreichbar ist. Die Zeit ist nicht spurlos am Lesachtal vorübergegangen, aber sie hat dort weniger tiefe Wunden geschlagen.

Zum Teil liegt es daran, daß man erst in jüngster Vergangenheit begonnen hat, das Lesachtal touristisch zu erschließen. Aber im "Tal zwischen Italien und Tirol" kommt der Fremdenverkehr ohne riesige Parkplätze, Doppelsessellifte und klobige Hotels aus. Man hat die Zeichen der Zeit erkannt und setzt auf einen alternativen, sanften Tourismus.

Das Lesachtal wurde übrigens 1991 auf der Stuttgarter Ferienmesse als naturbelassenstes Tal der Alpen ausgezeichnet. "Land der Berge" durchwandert das Lesachtal ausgehend von Kötschach-Mauthen bis nach Maria Luggau an der Grenze zu Osttirol. Die Zuschauer haben dabei die Gelegenheit, den Charakter dieses Tals und seiner Menschen kennenzulernen.
Regie:
Christian Berger

Drehbuch:
Walter Kordesch

Musik:
Die Knödel

Kamera:
Christian Berger
Bernhard Pötscher

Schnitt:
Michael Hudecek
Mona Willi Offline