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Mahler auf der Couch

Der Mahler auf der Couch

Österreichischer FilmpreisDer Film wurde 2011 im Rahmen des Österreichischen Filmpreises in der Kategorien Beste weibliche Darstellerin (Barbara Romaner) und Bestes Kostümbild (Caterina Czepek) ausgezeichnet.

DARSTELLER*INNEN:

Johannes Silberschneider
Barbara Romaner
Karl Markovics
Eva Mattes
Lena Stolze
Friedrich Mücke
Nina Berten
Matthias Franz Stein
Michael Dangl
Karl Fischer
Max Mayer
Michael Rotschopf
Simon Hatzl
Johanna Orsini-Rosenberg
Manuel Witting
Daniel Keberle
u.v.a

Regie & Drehbuch:
Percy Adlon
Felix Adlon

Musik:
Esa-Pekka Salonen & das schwedische Radio-Sinfonieorchester spielen Werke von Gustav Mahler

Kamera:
Benedict Neuenfels

Ausstattung:
Bernt Amadeus
Capra/Veronika Merlin

Kostüm:
Caterina Czepek

Maske:
Christine Ziegler

Ton:
Dietmar Zuson, Michael Etz

Schnitt:
Jochen Künstler

Produktionsjahr 2010

Im Sommer 1910 sucht Gustav Mahler den Rat von Sigmund Freud. Das alternde Musikgenie plagt rasende Eifersucht – hervorgerufen durch einen Liebesbrief, an ihn adressiert, aber für seine Frau Alma bestimmt. Der Absender, Walter Gropius, beschreibt darin seine Affäre mit Alma. Der gefeierte Weltstar bekommt keine vernünftige Note mehr aufs Papier. Der Besuch bei Freud soll helfen und fördert ganz Erstaunliches zu Tage.

Gustav Mahler, Komponist und Direktor der Wiener Hofoper, fährt um 1910 von Altschluderbach ins niederländische Leiden, um sich von Sigmund Freud helfen zu lassen. Denn neben einem schweren Herzfehler, einem abgehackten Gang und einem verhärmten Gesichtsausdruck plagt den Komponisten auch die rasende Eifersucht. Zu recht, wie Freud erfährt, denn Mahlers schöne, junge Frau Alma macht kein Hehl daraus, dass ihr Geliebter kein geringerer ist als der junge Architekt Walter Gropius.

Nach einigen Analyse-Sitzungen, in denen per Rückblende die Geschichte von Mahlers Beziehung zu Alma erzählt wird, stellt sich dem Psychoanalytiker folgendes Bild dar: Alma ist mit 22 eine nicht nur attraktive und lebensfrohe, sondern ebenso selbständige, künstlerisch ambitionierte Frau, die sogar selbst komponiert. Ihre Liebe zu Mahler entspringt ihrer Suche nach einem Vaterersatz. So gibt Alma alles auf und ordnet sich dem selbstherrlichen Egomanen unter, der ein „Weibsbild“ will und keinen „Kollegen“ an seiner Seite duldet. Hausfrau, Dienerin und Mutter zweier Kinder ist Alma. Nach fünf Jahren Ehe stirbt die ältere Tochter an Diphtherie und Freud bescheinigt Mahler, dass er Alma unterbewusst die Schuld daran gibt. Freud zwingt Mahler, noch genauer hinzusehen und Wahrheiten zu begreifen, die er aus Almas Mund stets verleugnet hat.

Hergestellt mit Unterstützung von Degeto (ARD/BR), FFA, Filmfernsehfonds Bayern, DFFF, ÖFI, ORF, FFW, Cine Tirol, Land Oberösterreich, Kinowelt.
Fernsehbeteiligung: ORF Film/Fernseh-Abkommen 

Produzenten: Burkhard Ernst, Konstantin Seitz, Eleonore Adlon
Koproduktion: Pelemele Film & Stage GmbH/Deutschland

Verleih Deutschland: Kinowelt
Verleih Österreich: Elmo Movieworld
Weltvertrieb: Studio Canal/Frankreich

Technische Daten: Digital/35 mm/105 min/Farbe